Sie sind hier

Das Wissen kommt halt durchs Machen

Am 28. April 2017 widmete sich die Veranstaltungsreihe „Wissensdialog vor Ort“ der Frage, wie Menschen der Region ihr Wissen zum Thema Landnutzung und Naturschutz erwerben und weitergeben.

Menschen vor Ort sind wichtige „Wissensquellen“. Aus ihrer Arbeit im Wald oder der Naturbeobachtung verfügen sie über vielfältige, mitunter über Jahrzehnte entwickelte oder gar über Generationen weitergegebene Erfahrungen. Obwohl dieses lokale Wissen einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis von Ökosystemen und ihren Dynamiken leisten kann, ist es der wissenschaftlichen Forschung wie auch dem professionellen Waldmanagement nicht immer zugänglich. Vor diesem Hintergrund hatte sich die Forschungsgruppe „Lokales Wissen“ des Projektes Wissensdialog Nordschwarzwald (WiNo) dieses Themas angenommen und „Wissensträger(innen)“ der Nationalparkregion in Interviews zu Wort kommen lassen.

 

Die Hintergründe und ersten Ergebnisse dieser Studie stellten Prof. Dr. Michael Pregernig und Dr. Dörte Marie Peters von der Universität Freiburg beim Vortrags- und Gesprächsabend am 28. April 2017 vor. Im Anschluss daran liesen Gerold Wein vom Deisenbauernhof Reinerzau, Katharina Schmelzle vom LandFrauenverband Freudenstadt und Franz Panter vom NABU Bühl-Achern an ihren Erfahrungen teilhaben. Dr. Kerstin Ensinger, Leiterin des Fachbereichs Nationalparkplanung, regionale Entwicklung und Tourismus im Nationalpark Schwarzwald erläuterte, wie die Nationalparkverwaltung lokales Wissen in ihrer Arbeit aufgreift.Die Moderation des Abends wurde von der WiNo Geschäftsführerin Dr. Regina Rhodius übernommen.