Sie sind hier

Tourismus und Mobilität

Was 2016 erarbeitet wurde und wie es weitergeht

Bericht des Tourismus-Teams der Hochschule Rottenburg:

2016 führten wir qualitative Interviews sowie zwei Umfragen durch. Dabei befragten wir regionale Akteure aus den Bereichen Tourismus, Wald und Gesundheit in einer Online-Befragung zu ihren Angeboten und Kooperationen. Zudem konnten wir im Rahmen einer Kundenumfrage im Stadtgebiet Stuttgart erfahren, welche Erwartungen potenzielle Besucherinnen und Besucher der Region an einen (Schwarz-)Waldbesuch stellen. In einer für jedermann offenen Exkursion auf dem Schwarzwaldsteig thematisierten wir die gesundheitlichen Effekte von Wäldern als Chance für den Tourismus. Wichtig war uns auch, unser Vorgehen und die Forschungsinhalte in mehreren Treffen eng mit regionalen Tourismusexpertinnen und -experten abzustimmen. 2017 haben regionale Akteure dann die Gelegenheit, aufbauend auf den gesammelten Erkenntnissen Ideen für neue touristische Produkte zu entwickeln. Den Rahmen dazu bieten zwei Workshops, in denen unterschiedliche Branchen zusammenkommen und gemeinsam an Ideen und Umsetzung arbeiten.

Bericht des Mobilitäts-Teams des Öko-Instituts e.V.:

Im Themenstrang nachhaltige, digitale Mobilität recherchierten wir nach regionalen Pilotprojekten und Best-practice-Beispielen und konsultierten Initiatorinnen und Praktiker. So entstand eine umfassende Übersicht, die die vielschichtigen Einzelaspekte im Kontext nachhaltiger Mobilität wie z.B. Elektromobilität, ÖPNV-Angebote, Bürgerbusse und Bike-Sharing in einen verständlichen Zusammenhang stellt. Ziel für 2017 ist es, die aus der Analyse gewonnenen Einschätzungen mit den Praktikern der Region zu diskutieren, Wissen über nachhaltige Mobilität zu vernetzen und Handlungsempfehlungen abzuleiten.

 
Worum es geht

Wie wirkt sich ein Besuch im (Nordschwarz-)Wald auf die Gesundheit aus? Wie können entsprechende touristische Angebote in der Region gestaltet werden? Mit der Bearbeitung dieser Fragen möchten die Forschenden der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg zu innovativen Produkten und Kooperationen entlang der gesundheitstouristischen Dienstleistungskette beitragen. Im zweiten Themenstrang erkundet ein Team des Öko-Instituts e.V., welche Formen nachhaltiger Mobilität - wie z.B. zukunftsfähige Antriebsformen, Verkehrsmittel oder Dienstleistungen - für die Region passend wären. Aufbauend auf einer Analyse vorhandener Formen und den Erwartungen relevanter Akteure wird gemeinsam mit diesen nach Umsetzungswegen gesucht. Forschungsgegenstand beider Themenbereiche sind auch die Bedingungen, Hemmnisse und Katalysatoren von Innovationen in der Region - mit dem Ziel, Handlungsempfehlungen im Hinblick auf die Innovationsförderung auszusprechen.

 

Wie es gemacht wird

Befragungen, Interviews und Workshops dienen dazu, die Bedürfnisse der ortsansässigen Bevölkerung, der Kunden von Gesundheitstourismus- bzw. Mobilitätsangeboten sowie der in diesen beiden Themen aktiven Akteure zu erkunden. Dabei kommen sowohl qualitiative Interviews, als auch quantitative Ansätze aus dem Bereich der Marktforschung zum Einsatz. So wird einerseits lokales Wissen eingebunden, andererseits können gemeinsam Marktanforderungen definiert werden. Die Synthese der Erkenntnisse zu Innovationsprozessen in den beiden Themenstränge Gesundheitstourismus und Mobilität bildet die Grundlage für die Handlungsempfehlungen zur Innovationsförderung in der Region.

 

Ansprechpartner

Im Bereich Gesundheitstourismus: Hannes Rau, Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (Rau[at]hs-rottenburg.de; Tel.: 07472/951-254)
Im Bereich Mobilität: Daniel Bleher, Öko-Institut e.V. (d.bleher[at]oeko.de; Tel.: 06151/8191-139)